EINE GESCHICHTE VON EMANUELFLEUTI

 

Sie sagten voraus: «zeitweise Regen»;
Kurt schaut aus dem Fenster und denkt: von wegen.
Es giesst wie aus Kübeln.
Kurt kommt wieder ins Grübeln.
Dann wird’s draussen endlich heller.
Kurt schaut vor sich auf den Teller.
Alles ist gegessen, ausser dem Rosenkohl –
drum ist sein Magen auch nicht mehr so hohl.
Kurt legt hin Gabel und Messer,
er ist halt kein grosser Esser.
Er möchte wegrennen wie der Wind,
ist halt auch noch ein Kind.
Da, die Sonne beginnt zu scheinen,
Kurt hört auf zu greinen.
Lässt sein Essen einfach stehen,
Um rasch nach draussen zu gehen.
Für ihn zu kochen ist ja so süss,
So ruft er zur Mutter: «danke – und tschüss».